Inhaltsübersicht

 

A. Orte und Grenzen, Leib und Blick, verkleinerte Modelle, der Skandal des Ornaments, die Sprache der Monumente

 

1. philosophische Anthropologie: Hans Blumenberg, Arnold Gehlen, Helmuth Schelsky

 

2. Inseln, Lebenswelten: Verwandlung von Kontingenz in Selbstverständlichkeit, von Außen in Innen;

Kirchturmträumereien;

 

3. Antony Giddens: Routinen und praktisches Bewusstsein

Harold Garfinkel: Ethnomethologie.

 

4. Seinsgewissheit durch Dauer

Fremdheit und Vertrautheit, Zwangsgemeinschaft des Fahrstuhls

Irving Goffman: Verhalten in öffentlichen Räumen

Entzug von Rückzugsmöglichkeiten

die Architektonik der Schule

 

5. Einfluss von Raumformen auf menschliche Verhaltensweisen,

architektonischen Strukturen und Lebensformen

Außenhalt und Sollsuggestion

Kampf der Regime, Bau und Gegenbau

Vermittelt durch Institutionen und Konventionen

Familie als Ort der Ausbildung von Innerlichkeit

Ostentative Überschätzung der verhaltensbestimmenden Effekte der Raumgestalt

 

6. Pragmatisten, Assoziationstheorie, Angewohnheiten

Reformationen und Revolutionen, Avantgarden, Kollektiv

Foucault: Diziplinierungsarchitektur; Agamben: das Lager

Georges Bataille

Nietzsches Architekturimagines

Michel de Certeau

Marcel Mauss, Norbert Elias

 

7. Utopien

Fourier, Ledoux, de Sade

Logen, Englischer Garten

 

8. Giambattista Vico

Burke und das Erhabene

Nietzsches Institutionentheorie und seine Metaphernapologie

 

9. the hidden dimension

Der Rückzug des Raumes als Entstehungsbedingung der Soziologie

 

10. Phänomenologie: Leib und Blick

Von Husserl zu Merleau-Ponty

Nietzsche Denken am Leitfaden des Leibes

Ressentiment

Erkennen und Ernähren, Verdauung

Eingespieltsein auf den Raum

Leib vs. Körper

 

11. Sichtbarkeit und Perspektive

sichtbare und unsichtbare Städte, Berlin

Florenz: der Sonntagsblick des Touristen

Sehenswürdigkeiten und Reliquien

 

12. Wahrnehmung von Architektur vermittelt durch die Bewegung des Körpers Vermitteltes

der Gesichtssinn und das Taktile

der Körper in der höfischen Welt als Opfer des Stilwillens

Rousseau und Racine

Die Leibesverachtung des christlichen Abendlandes

Begründung der Ästhetik als eigenständige Wissenschaft

William Hogarth

Begriff des Erhabenen

Boullée und Piranesi

 

13. Die Moderne: gegen Hässlichkeit, Verfall und Schwäche

Panik Stadt

Rosalind Krauss, Kult der Originalität

 

14. Die aktive Rolle der Architektur

Technik-Kritik der Phänomenologie

Das Fahrrad als Humanismus

Soziologie der Dingwelt: Hörning und Latour

 

15. stratifikatorisch und funktional differenzierte Gesellschaften

Niklas Luhmann: Sinngrenzen

Narrenschiff, Nicht-Ort, Gasthof

Dostojewskis Helden auf der Schwelle

Kracauers Hotelhalle

rites de passage,

 

16. Fixierung eines Ortes als Beginn von Geschichte

die Ursprünge der Architektur: Urhütte vs. Ortsmarkierung

Räumliche Formen der Selbstbegründung gehen Praktiken der Rückversicherung von Identität in der Zeit voraus

Religionen haben den Zweck, zwischen dem Heiligen und dem Profanen eine Grenze zu ziehen

 

17. umschließende und offene Formen

Moralische Gewissheit der Avantgarde

Entnazifizierung

 

18. Wiederauffindbarkeit und Identifizierbarkeit der Räume, Erwartbarkeit dessen, was sich in ihnen vollziehen kann

Flaubert, Kafka, Fritz Lang

Eichendorff, Theodor Storm, Adalbert Stifter

 

19. Dialektik von Außen und Innen

E. T. A. Hoffmann

die dämonische Leinwand

Privatsphäre und bürgerliche Affektkultur

Wilhelm Meister, Wahlverwandschaften

Geschichte des Intérieurs

Great Expectations

Valérys Mr. Teste

Pieter de Hooch

Dolf Sternberger: horror vacui

 

20. Transfer: hermeneutischen Grenzbegriff

Orient, Amerika, Französische Revolution

 

 

B. Die Sprache der Monumente, der Skandal des Ornaments       

 

1. Architektur als Sprache

Obsessionen der Aufklärung

Stephen Toulmins Kosmopolis: von Montaigne zu Descartes

 

2. Das Ornament

Thorstein Veblen

Amerika, Du hast es besser

Mark Twains Camelot

Adolf Loos

Der Dandy

Herbert Spencer und Cesare Lombroso

Alexis de Tocqueville

Religionssoziologie und fixe Ideen

Postdemokratie

Der Fetisch der weißen Wand

 

 

C. Mitte und Peripherie

 

1. Die Mitte als Ort höherer Seinsgewissheit

die Kopernikanische Wende

Labyrinth-Symbolik

Mimesis

Stellung im Kosmos auf evolutionären Stufen

Proust

Quadrierung des Geländes

 

2. Eigenschaften unseres Denkvermögens korrelieren mit Eigenschaften der objektiven Gegebenheiten

China: Wilkens, Borges, Foucault, Kafka

Goethes Romreise

Die Gesellschaft vom Turm im „Wilhelm Meister“ und Jeremy Benthams Panopticon

die Raumstruktur der Lebenswelt

 

3. periphere Situationen

Die Peripherie als literarischer und als mythischer Ort

Der Rand als karnevalesker Ort

Die Surrealisten und die Situationisten

Fernando Pessoa

Michelangelo Antonioni und Pierre Melville

Pasolini und die Borgate

Ebenezer Howard, squatter-movement, Favela

sprawl

 

4. die Banlieus

Koschorke Horizont, wasteland

schlechte Lesbarkeit, Vagheit

Jan Neutelings Patchworkdecke

 

5. Venturi, Scott Brown, Steven Izenour: der Strip

Frank Lloyd Wright: „Broadacre-City“

Nullpunkt-Texte

Rem Koolhaas „generic city“

 

6. Unterirdische Welten, Neotroglodytismus

Würgeengel

Abgeschlossenheit des Ortes

 

7. Nathaniel Hawthorne: Wakefield

Hitchcock

Aragon

 

8. Urbanismuskritik der Situationisten

Lefebvre, Verstädterung und Produktionsweise des Städtischen

Rem Koolhaas: Benjamin Constant und Metabolisten

 

9. Souterrain: Kellerkneipe und Existenzialismus

Dostojewskijs „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“

Tschernyschewskij und Paxtons Glaspalast

 

10. Sanatoriumsleben

Aphanisis

 

11. Automobil und Einfamilienhaus

 

 

D. Permanenz und Gedächtnis, Demiurg und Bastler, die Intelligibilität der Verkleinerung

 

1. Architekturgeschichte als chronologische Liste

Architekturgeschichte im Ensemble der Stadt

Das Haus des Mannes ohne Eigenschaften

lange Bauzeit der Kathedralen

Selbstverständlichkeitsstrukturen unserer Alltagswelt

 

2. Selbstbild des Architekten als Demiurg

der Ingenieur als Subjekt im Großformat

In der Theologie vorgedacht

der als Architekt vorgestellte Schöpfer-Gott

Technik und Architekt als Signum subjektiver Selbstbestimmung

 

3. Die Figur des Bastlers und die Intelligibilität der Verkleinerung

Lawrence Sterne

La Bruyères Idyll

Jean Pauls Ironie

das Palais ideal des Facteur Cheval

Claude Lévi-Strauss

Hans Blumenberg

Derrida

 

4. Marcel Proust

Umnutzung vorhersehbar?

Irritation durch Abriss vertrauter Bausubstanz

Marc Augé

Maurice Halbwachs kollektives Gedächtnis

 

5. Henri Pirenne, Permanenz

John Ruskin und Viollet-le-Duc

 

6. Erhaltung als Resultat respektloser Zweckentfremdung

Vom Nutzen vandalisierender Umnutzungen

Vernichtung durch Konservierung

Rom und Freuds Wunderblock

 

7. Bilderstürme und Revolution als Geburt des Antiquitätenhandels und der Museen

Photo- oder Heliographenclubs

 

8. Sonderfall Groß-Britannien

das Rom Piranesis

Walter Benjamin

Atget und die Surrealisten

 

9. Alterswert

Charles Sanders Peirce: Aufpfropfung

 

10. Die ägyptischen Pyramiden, Borges

Hegel

Mircea Eliade

Turmbau zu Babel

petrifikatorische Metaphern

 

11. Rede vom Ende der Geschichte

 

12. Gedächtniskunst

Erinnern und Vergessen